Was tut sich auf unserer Streuobstwiese?

- Sommer 2018 -

 

Wir sind schon mitten im Jahr. Wie die Zeit doch vergeht! Offensichtlich so schnell, dass ich das blühende Frühjahr vergessen habe hier zu präsentieren. Die Blüte verlief problemlos und ohne Rückschläge. Das zeigt sich nun schon in einem guten Fruchtansatz.


Wir haben jetzt, Anfang Juli, die Wiese zum ersten Mal für dieses Jahr gemäht und konnten dabei 200 Heuballen für unsere Tiere einfahren.



Für mich steht jetzt die Arbeit an, die Stämme, den Verbissschutz und die Baumscheibe zu kontrollieren. Dabei wird der Baum auf Schäden untersucht und diese behandelt.





Ich konnte sogar schon die ersten Äpfel ernten.

Der Klarapfel ist vermutlich der bekannteste Vertreter unserer heimischen Sommersorten. Wenn die Farbe der Früchte von Grün in Gelb umschlägt ist er erntereif.

Es wird empfohlen den Baum mehrmalig durchzupflücken, da die Früchte nacheinander reifen. Leider wird die anerkannte Qulität dieser Sorte nur noch wenig geschätzt. Das liegt auch daran, dass im Supermarkt ganzjährig die "beliebten" Sorten mit "besserem" Geschmack verfügbar sind.

Aber wer ihn zum richtigen Zeitpunkt probiert oder ein Apfelmus aus ihm kocht wird sehr zufrieden sein. Der Klarapfel sollte in ca. zwei Wochen aufgebraucht sein. Er ist nicht lagerfähig und wird schnell mehlig.

Aber man kann eben nicht alles haben! ;-)

 

 




- Frühling 2018 -

Baum nach "Oeschberg" geschnitten

Wir haben schon Frühling, aber der Frost des Winters hat die Streuobstwiese noch fest im Griff.


Der Schnitt ist an allen Bäumen erfolgt und ich erhoffe mir Anfang Mai eine schöne Obstblüte, die hoffentlich nicht wieder von Spätfrösten zerstört wird.



Veredelung





Derweil habe ich auch meine Sämlinge mit verschiedenen Reisern veredelt. Darunter auch die regionale Sorte "Schöner aus Burscheid".


Wenn das Wetter besser wird, steht noch die Umveredelung eines ca. 10 jährigen Baumes zum "Seestermüher Zitronenapfel" an.



- Herbst 2017 -


Peter Broich (alias Kaiser Wilhelm)

Normalerweise wird man im Herbst für seine Jahresmühen mit der Apfelernte entlohnt.

Dieses Jahr sieht es anders aus. Leider konnte ich gar keine Ernte einfahren. Es ist schon erstaunlich, dass es ein 100% Totalausfall ist. Aber es hilft ja nichts und so freue ich mich daran, dass sich die Bäume im Wuchs gut entwickelt haben.


Ausserdem ist jetzt Pflanzzeit und ich habe zwei Bäumchen neu gesetzt. Das spannende daran ist, dass es zwei eigene Veredelungen sind!


Ersetzt wurde der "Kaiser Wilhelm" von dem ich nun weiß, dass er genetisch identisch mit dem "Peter Broich" ist.


Scharlachroter Gascoyne`s


Ausserdem habe ich eine Lücke geschlossen mit dem "Scharlachroten Gascoyne`s".

Dieser war mein erster Veredelungsversuch überhaupt.

Die Veredelung fand 2015 im Rahmen meiner Baumwartausbildung statt. Nun sind beide Bäume ca. 2 m hoch und ich werde sie im Frühjahr anschneiden, damit sich die Bäume als Hochstämme weiter entwickeln und eine Krone ausbilden.

 

 

 

 

- Sommer 2017 -


Heuernte Streuobstwiese
Heuernte

Der Frühling ist vorüber. Das wechselhafte Wetter in dieser Jahreszeit mit seinen Frösten zeigt seine Auswirkung.

Dieses Jahr habe ich fast keine Fruchtansätze. Einzig der Klarapfel fällt aus der Reihe.

Nun können die Bäume ihre Kraft komplett in den Neuaustrieb stecken, was ich auch gut finde.

Die Pflege der Wiese ist vorerst auch geschafft.

Wir haben wieder Heu gemacht und als kleine Ballen eingelagert


- Vorfrühling 2017 -

 

Bei etwa 60 Obsthochstämmen dauert es schon eine Weile bis diese alle genschnitten sind.

Ende März bin ich nun endgültig damit fertig geworden und liege damit noch in der Zeit, wenngleich die Natur dieses Jahr wirklich schon weit ist, was man am Blattgrün ablesen kann.



Darum konnte ich auch schon jetzt die Umveredelung eines Baumes vornehmen.

Dieser (Boskoop) kam über die Jahre nicht so recht in Schwung und zeigte dazu einen Wuchs, der mir nicht zusagte. Da ich den Boskoop noch mehrfach habe, bietet er an meine "Sammlung" zu erweitern. Beim Bestimmungsseminar konnte mich der "Holsteiner Cox" geschmacklich überzeugen und so habe ich mir Edelreiser der Sorte bestellt.


Jetzt hoffe ich nur, dass diese auch angehen und das Projekt so zum Erfolg wird. 

 

 

 

 

- Winter 2016/2017 -


Oeschbergkrone

Wunderschönes Winterwetter motivierte mich früh meine Obstbäume zu schneiden. Ich wende dabei die Lehren des Oeschbergschnittes an. Dieser hat, zum früher weit verbreitete "Alt-Württemberger Schnitt", viele Vorteile.

Grundsätzlich formieren sich an einer Stammmitte 4 Leitäste, die im schönen Spannungsbogen nach Oben wachsen. Die Krone ist dadurch geöffnet und lässt Licht und Luft in alle Bereiche. Die Anfälligkeit für Krankheiten wird gemindert und das Obst kann gesund ausreifen.

Entscheidend ist, dass keine zweite "Etage" darüber entsteht. Diese würde nur unnötig Schatten werfen und die Ertragszone nach Oben verlagern.

Erreicht wird dies mit der richtigen Schnitt-, Binde- und Spreiztechnik bei Beachtung der verschiedenen Wuchsgesetzmäßigkeiten.

Bei der Oeschbergkrone kann der Baum aufgrund der günsitgen Statik sein Obst, auch bei Vollertrag, selber halten. Die Gefahr von Astbrüchen ist vermindert und der Baum kann sein hohes Alter erreichen. 

Vorher und Nachher

- Oktober 2016 -


Saft und Most im Vergleich

Dieses Jahr ergab die Ernte einen Ertrag von fast 200kg Äpfel. Das hört sich viel an, ist aber bei über 40 Bäumen nicht allzu viel.

Aber ich kann warten und mich so noch im Kleinen ausprobieren. Die Äpfel habe ich noch alle selbst gepresst und zu je einer Charge von 50 Litern Süßmost und genauso viel Most verarbeitet. Das Bild zeigt anschaulich, wie unterschiedlich die Entwicklungen verlaufen. Der Saft ist leicht perlig, da ich ihn mit 10 bar im Druckmostfass von der Gärung abhalte. Der Most hingegen zeigt die typische leicht trübe Farbe eines jungen Mostes. Er ist noch süß uns schmeckt lecker fruchtig frisch.

Man nennt ihm jetzt in diesem Stadium der Gärung "Rauscher". Im Laufe der Zeit wird der Alkoholgehalt steigen und die Klärung einsetzen. 

- September 2016 -


Apfelsorten
Sortenvielfalt

Wir haben jetzt schon einige Zeit richtiges Sommerwetter mit viel Sonne. Die Äpfel bekommen langsam ihre sortentypischen Farben.

 

Es ist eine Pracht zu sehen, wie unterschiedlich Form und Farbe sind!


Es ist jetzt Ende September und ich gebe den Früchten noch bis Mitte Oktober zum Reifen. Dann wird geerntet und gemostet. Auch wenn dies eine arbeitsintensive Zeit ist, so ist sie doch der Lohn für ein Jahr lang guter Pflege.  

- August 2016 -

 

Heuernte auf der Streuobstwiese

Am 18. August konnten wir 107 Heuballen einfahren. Es war das erste Mal, sonst wurde die Streuobstwiese nur von unseren Schafen unterweidet.

Es zeigte sich beim Maschineneinsatz, dass es bei der Anlage einer Streuobstwiese extrem wichtig ist, die richtigen Pflanzabstände und Fahrgassen zu bedenken. Dies ist bei uns leider nicht optimal geplant worden, wodurch große Landmaschinen schon Probleme bekommen.   

 

- April 2016 -

 

Am 21. April setzte bei uns die Birnenblüte ein. Diese neigt sich nun auch schon teilweise dem Ende entgegen.  

 

 

 

 


Dagegen fing mein frühester Apfelbaum erst am 7. Mai an zu blühen. Dies ist ein wenig später als letztes Jahr.  Beflügelt durch die warme Witterung stehen zwischenzeitlich alle Bäume in Blüte. So ein Bild hatte ich die vorherigen Jahre noch nie! Nur meine "Jungen" stehen noch hinten an, was so auch o.k. ist.

Apfelblüten

 

Für meinen 5-Sorten-Baum, kann ich vollen Erfolg verzeichnen. Alle Veredelungen scheinen angegangen zu sein (siehe Seite "Veredeln").

Bleibt nun abzuwarten, was der Austrieb und die Fruchtbildung macht. Bisher läuft alles nach "Plan" ;-)

 

In der Zwischenzeit sind alle Obstbäume geschnitten. Die Knospen schwellen zusehens an und ich warte schon in Vorfreude auf die diesjährige Blüte. Es ist aber noch Geduld angesagt. Letztes Jahr fing die Apfelblüte Anfang Mai an.   

Was ist jetzt noch zu erledigen? Ich habe von einem Apfelbaum die Krone im Winter "abgeworfen" und will diesen Baum Ende des Monats in einen 5-Sorten-Baum umveredeln.

Langsam zeigt sich die Wuchsform, die der Oeschbergschnitt ihnen verleihen soll. Mit dem kommenden Schnitt sollte es noch deutlicher werden. Und mit diesem habe ich schon begonnen.   

Vor der Wintersonnenwende am 21.12. habe ich noch die Pflaumenbäume ran genommen. Bei diesen handelt es sich um Bäume mit winterlicher Saftverschiebung, das heißt, dass sie schon ab dem 21.12. damit beginnen ihre Säfte wieder von den Wurzeln in die Krone zu verlagern. Wenn ich dann ins mehrjährige Holz schneiden, kann es sein, dass die Bäume "bluten" und die Wunden nicht mehr verheilen. Es können dadurch ganze Äste, Astpartien oder der Baum absterben! Daher war mein Bestreben natürlich dies rechtzeitig zu erledigen.  

Schnittphasen am Pflaumenbaum

Deutlich erkennbar wird meine Zielsetzung. Die Krone wird geöffnet, indem die Leitäste auf den richtigen Winkel gespreizt werden. Daneben verliert der Baum den Teil seines Astwerkes, den ich nicht weiter für die Entwicklung der Statik und des Fruchtholzes brauche. Die Krone wird so in der kommenden Vegetationsperiode Licht und Luft in alle Kronenbereiche lassen. So können gut ausgereifte und gesunde Früchte entstehen.  

Mit dem Schnitt der Apfelbäume habe ich zwar grundsätzlich noch Zeit, aber die ist bei mir doch rar gesät. Darum heißt es auch hierbei: 

Schneiden, wenn die Zeit da ist und das Wetter passt! 

Aus dem jungen "Rauscher" vom Herbst 2015 ist zwischenzeitlich ein ausgewachsener Apfelwein geworden.

Die Süße ist gewichen, weil die Hefen diese in Alkohol umgewandelt haben. Der Äppelwoi schmeckt nun leicht herb-säuerlich aber immer noch frisch und fruchtig.

Apfelwein

Einfach köstlich!