Begegnungshof

authentisch ~ natürlich ~ bewusst

 Die Totholzhecke - ein Multitalent

 

Jedes Jahr fällt auf unserem Hof eine Menge Baumschnitt an. Bisher haben wir es schreddern lassen - doch unsere Sitzplätze und Weg brauchen nicht so viel Belag. Wohin also mit dem Totholz?

 Im Herbst 2012 haben wir auf der Schafsweide mit einer Totholzhecke begonnen und so gleich "mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen".

 Eigentlich scheint es ein Widerspruch in sich zu sein – während man mit einer Hecke etwas Lebendiges und Grünes verbindet, hat man beim Begriff „Totholz“ das genaue Gegenteil vor Augen.

 Unter einer Totholzhecke versteht man allerdings keinesfalls eine abgestorbene Reihe aus Heckenpflanzen, sondern eine bereits seit alterst her bekannte Weise, den Baum- und Heckenschnitt sinnvoll weiter zu verwenden. Die Hecke ist zum einen vollkommen blick dicht und ein hervorragender Windschutz, hat aber vor allem auch einen erheblichen ökologischen Wert:

 Solche Holzhaufen sind nicht nur ein guten Versteck für Igel und Wiesel - die auch schon eingezogen sind - sondern auch Nistmöglichkeit für Rotkehlchen, Zaunkönig und Co. Soeben flügge gewordenen Jungvögeln können sich gut vor Katzen und Beutegreifern verstecken und Nahrung in Form von Insekten ist auch vorhanden.

Mit dieser "Hecke" haben wir also nicht nur eine Lösung für den Baumschnitt gefunden, sondern vernetzen damit die Streuobstwiese über eine neue Fruchhecke mit den bestehenden naturbelassenen Gärten.