Begegnungshof

authentisch ~ natürlich ~ bewusst

Veredeln

 

Was die Fertigkeit des Veredelns von Obstbäumen angeht bin ich noch ein Anfänger.

Ich möchte trotz meiner geringen Praxiserfahrung Interessierte dazu ermutigen, es selber auch zu versuchen.

Es ist gar nicht so schwer und mir sind meine Veredelungen dieses Jahr bestens geglückt! Aber warum wird überhaupt veredelt?

Obstbäume werden veredelt, um die Wunschsorte zu ziehen. Es wäre ein Irrglaube, wenn man glaubte, man würde die Kerne eines Apfels aussähen und daraus würde die gleiche Sorte erwachsen.

Der daraus entstehende Sämling ist eine Kreuzung des Mutterbaumes und der Bestäubersorte. Dies kann einen guten Apfel zu Tage bringen, aber es ist ein Glücksspiel. 



Die Motivation für diese alte Obstbaukunst ist vielfältig. Man macht sich unabhängig von Baumschulen und kann seine eigenen Bäume ziehen. Auch unbekannte, in Baumschulen nicht erhältlliche Sorten z.B. "Omas-Baum-im-Garten", lassen sich auf diese Weise erhalten und vermehren.

Daneben bietet das Veredeln die Möglichkeit, auf einen bestehenden Baum eine Befruchtersorte aufzuveredeln oder auch einen Mehrsorten-Baum zu schaffen.




Dies darf keinesewegs als Spielerei betrachtet werden. Im meinem Fall hat mich die Ursprungssorte (unbekannt) in Geschmack und Qualität nicht überzeugen können.


In einem kleineren Hausgarten kann man so mit nur einem Baum z.B. nachfolgend reifende Apfelsorten über einen längeren Zeitraum für sich nutzbar machen. 

Auch der Erhalt alter Sorten, die im Baumschulen nicht verfügbar sind, läßt sich so bewerkstelligen.


Der Pomologenverein und auch andere Naturschutzverbände haben sich dies zum Ziel gesetz und geben auf "Reiserbörsen" entsprechende Edelreiser ab. So kann man exklusive Sorten erhalten.  




Es gibt darüber hinaus noch weitere Gründe. Ich veredele aber auch deshalb, weil es mir einfach Spaß macht zu sehen, dass "Selbstgemachtes" gelingt.


Zukünftig möchte ich daher Veredelungskurse oder auch Auftragsveredelungen anbieten.




Sprechen Sie mich gerne an!